2. KULTURWOCHE ISRAEL

TERMINE
02. bis 06.10.2015, Podium

Das Theater Ulm veranstaltete zum 60-jährigen Jubiläum der Staatsgründung Israels im April 2008 eine KULTURWOCHE ISRAEL – Theater, Literatur und Film aus einem konfliktreichen Land. Die aktuellen Veranstaltungen und Diskussionen, geprägt auch von der politischen Brisanz der Thematik, fanden große Resonanz. Das laufende Jahr 2015, das im Zeichen der 50-jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel steht, nimmt das Theater Ulm nun zum Anlass einer 2. KULTURWOCHE ISRAEL, die vom 2. bis 6. Oktober 2015 geplant ist.

Mit der Deutschsprachigen Erstaufführung des Stücks DIE GLÄSERNE WAND von Oren Yaacobi wird die Woche eröffnet, es folgen die Gastspiele LOVE HURTS und DER PFAU VON SILWAN. Im Anschluss an die Vorstellungen findet jeweils ein Publikumsgespräch statt.


PROJEKTLEITUNG Volkmar Clauß


Die 2. Kulturwoche Israel wird gefördert durch
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50 Jahre dipl.Beziehungen

Israelitische Religionsgemeinschaft WürttembergsGeneralkonsulat

  








 


  














DIE GLÄSERNE WAND
Die gläserne Wand

Schauspiel von Oren Yaacobi (*1974)
Deutsch von Sharon Nuni
TERMINE 02.10. (Deutschsprachige Erstaufführung) und 06.10.2015, jeweils 19.30 Uhr, Podium

DIE GLÄSERNE WAND erzählt die Geschichte dreier Generationen und deren Vergangenheitsbewältigung. Neben der Überlebendengeneration kommen auch die Zwischengeneration und die Enkelkinder zu Wort. Ein Familienstück über das Erinnern, über Geschichte in der Gegenwart – es wird erstmals in Deutschland im Rahmen der 2. KULTURWOCHE ISRAEL zu sehen sein.

MIT Julia Baukus, Christel Mayr, Christian Streit, Maximilian Wigger-Suttner, Aglaja Stadelmann

INSZENIERUNG
Oliver Haffner
RAUM & KOSTÜME Britta Lammers
LICHT Gerolf Haaga




LOVE HURTS
Love Hurts

Deutsch-Israelisches Rechercheprojekt von Avishai Milstein
Koproduktion des Badischen Staatstheaters Karlsruhe mit dem Teatron Beit Lessin Tel Aviv
TERMIN 03.10.2015, 19.30 Uhr, Podium


Eigentlich wollte Yael nie deutschen Boden betreten. Ihre Forschungen zum Nationalsozialismus führen sie aber nach Berlin. Ihr Kollege Tim soll sie dort in die Archive einführen. Dazu kommt es nie, weil sie sich Hals über Kopf verlieben. Der evangelische Vikar Steffen ist für ein Praktikum in Israel, als er in Jerusalem den Musikstudenten Daniel kennenlernt. 50 Jahre deutsch-israelische diplomatische Beziehungen spiegeln sich auch in den privaten Beziehungen zwischen Deutschen und Israelis.

In Interviews mit binationalen Paaren wurden Geschichten über besonders spannungsreiche Beziehungen gesammelt. Geschichte ist zugleich Anreiz und Belastung; die Aufgabe heißt: lieben und nicht vergessen können. Entstehen wird das Stück in Tel Aviv und Karlsruhe mit Schauspielern aus zwei Ensembles: die Koproduktion mit dem Teatron Beit Lessin, dem zweitgrößten Theater Israels, wird gefördert durch das Goethe Institut und das israelische Außenministerium. Das Staatstheater Karlsruhe ist damit offiziell am Programm zur Feier der 50 Jahre diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel beteiligt.

Der israelische Regisseur, Dramaturg und Autor Avishai Milstein hat in Deutschland studiert und war mit dem Karlsruher Schauspieldirektor Jan Linders künstlerischer Leiter der Kooperation Familienbande  in Heidelberg. Seine Arbeit DIE BANALITÄT DER LIEBE erhielt den Israelischen Theaterpreis für die beste Regie. In Deutschland brachte er u. a. DER KAUFMANN VON VENEDIG am Theater Freiburg und NACHTBLIND von Darja Stocker am Theater Ulm auf die Bühne.

MIT Veronika Bachfischer, Hadas Kalderon, Florentine Krafft, Vitali Friedland, Rafi Tavor, Sebastian Reiß

INSZENIERUNG
Avishai Milstein
RAUM & KOSTÜME Adam Keller
LICHT Keren Granek
MUSIK Divano Swing




DER PFAU VON SILWAN
Der Pfau von Silwan korr
   Pfau arabisch
Ein Stück von Alma Ganihar
Gastspiel des Arab-Hebrew Theatre Yaffo, Israel
In hebräischer, arabischer & englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
TERMINE
04.10. und 05.10.2015, jeweils 19.30 Uhr, Podium


3000 Jahre trennen das Königreich Davids von dem alten Gebäude in dem konfliktreichen Jerusalemer Stadtteil Silwan. Eines Tages kommt Naama, eine junge israelische Frau, um das Gebäude, in dem ihre Großmutter als Kind gelebt hat, zu besuchen. Seit Jahren wohnt dort eine palästinensische Familie: zwei Schwestern, Iman und Yasmin, die den Schönheitssalon „Der Pfau von Silwan“ betreiben.

Iman unternimmt alles in ihrer Macht stehende, damit das Familienunternehmen läuft, währen Yasmin einen Traum hat: sie möchte nach Paris reisen und dort eine Karriere als Sängerin starten. Naama möchte niemanden verletzen – doch Yoram, Direktor der „King of David“-Stiftung, bemerkt schnell das Potenzial, das in Naamas familiärer Verbindung zu dem Gebäude steckt und kommt auf Touren...

Das Publkum trifft eine Gruppe von Charakteren – darunter ein bewaffneter Sicherheitsbeamter, ein stummer Junge, eine ehrgeizige Archäologin, eine jüdische Siedlerin, die einen Tunnel in ihrem Zimmer baut, und ein Pfau –, die Zeuge dessen wird, was zwischen den Wänden des umstrittenen Hauses passiert.


MIT Ortal Avnaim, David Bilenca, Dori Engel, George Iskandar, Rima Jawabra, Fabiana Meyuhas, Samira Saraya

INSZENIERUNG Chen Alon, Sinai Peter
MUSIK Shosh Reisman
BÜHNE & KOSTÜME Ashraf Hanna
LICHT Amihai Elharar
PRODUZENT Shahar Neeman
DEUTSCHE ÜBERTITEL Volkmar Clauß

  • Beitrag in der Wiener Zeitung vom 4. Oktober 2012
  • Trailer bei youtube




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