WERTHER
WORKSHOP 23.04.2016, 17 Uhr und 30.04.2016, 10.45 Uhr, Treffpunkt Pforte
MATINEE 24.04.2016, 11 Uhr, Foyer
PREMIERE 05.05.2016, 19 Uhr, Großes Haus

Lyrisches Drama in vier Akten von Édouard Blau (1836 – 1906), Paul Milliet (1855 – 1924) und Georges Hartmann (1843 – 1900) nach Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)
Musik von Jules Massenet (1842 – 1912)
in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Goethes Briefroman DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER war der Jugendbestseller des Sturm und Drang. Unzählige junge Männer begingen Selbstmord – mit dem Roman in der Hand, auf der Flucht vor ihren Gefühlen, gesellschaftlichen Erwartungen und Konventionen. In Frankreich blieb der Roman eher unbekannt. Bei einem Besuch der Bayreuther Festspiele 1885 wurde Jules Massenet angeregt, sich mit dem Stoff zu beschäftigen, und widmete sich begeistert einer Bearbeitung.

Werther kann vor leidenschaftlicher Träumerei kaum atmen. Auch Charlotte – Ziel aller Sehnsüchte – leidet: Sie hat sich dem biederen Albert versprochen und wahrt die Standesgrenzen, auch wenn sie anders fühlt. Selbstbestimmt, zwischen zwei Männern, zwei konträren Lebensentwürfen, hin- und hergerissen fehlt ihr die Kraft, gegen den bürgerlichen Alltag anzukämpfen. Mit seinem Freitod schafft Werther Tatsachen und versucht, alle ihn erdrückenden Grenzen zu sprengen.

Der Spätromantiker Massenet beherrscht den gebotenen Wechsel dramatisch-wilder Ausbrüche und feinfühlig-introvertierter Momente. Nach dem überwältigenden Erfolg der deutschsprachigen Uraufführung seines lyrischen Dramas 1892 in Wien etablierte sich das Werk auch im französischen Opernrepertoire.


MUSIKALISCHE LEITUNG Joongbae Jee
INSZENIERUNG Antje Schupp
BÜHNE & KOSTÜME Mona Hapke
KÖRPER- UND PRÄSENZTRAINING Sigal Zouk

MIT Eric Laporte (Werther), I Chiao Shih / Rita-Lucia Schneider (Charlotte), Kwang-Keun Lee (Albert), Edith Lorans / Helen Willis (Sophie), Michael Burow-Geier (Der Amtmann), Young-Jun Ha (Johann), Thorsten Sigurdsson (Schmidt / Brühlmann); Statisterie des Theaters Ulm; St. Georgs-Chorknaben; Das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm




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